Antidepressiva
Antidepressiva (Singular: Antidepressivum) werden auch als sogenannte Thymoleptika bezeichnet. Ihr Hauptanwendungsgebiet ist – wie ja schon der Name sagt – der Einsatz bei Depressionen und Antriebslosigkeit (die meist mit Depressionen vergesellschaftet ist).
Außerdem gibt es aber noch eine Menge an Nebenindikationen, bei denen Antidepressiva gegeben werden. Dazu zählen Zwangs- und Angststörungen bis hin zu Panikattakten, aber auch chronische Schmerzen. Desweiteren sind Antidepressiva auch bei Entzugssyndromen und dem Posttraumatischen Belastungssyndrom angezeigt.
Wirkweise / Wirkung:
Die Wirkung der Antidepressiva ist je nach Antidepressiva-Klasse recht verschieden (siehe unter den einzelnen Menüpunkten!). – Gemein ist jedoch allen, dass sie im Rahmen eines depresseiven Syndroms eine stimmungsaufhellende Wirkung haben, egal welche Ursache der Depression zu Grunde liegt. Neben der Stimmungsaufhellung können sie – je nach Art des Antidepressivums – anxiolytisch (also angstlösend), sedierend (das heißt, sie stellen den Patienten ruhig, machen ihn schläfrig) oder thymeretisch (das heißt antriebssteigernd) wirken. Wichtig ist neben der Gabe von Antidepressiva allerdings immer eine begleitende Psychotherapie!
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen / Nebenwirkungen:
Die Nebenwirkungen der Antidepressiva variieren stark zwischen den einzelnen Gruppen. Verallgemeinernd kann man von Nebenwirkungen im Herz-Kreislauf-Bereich, in der Sexualität und im Bereich des Nervensystems sprechen. Außerdem kann es zu einem sogenannten „Rebound“ kommen. Das bedeutet, dass die Depression nach Absetzen des Medikaments (Rückschlag!) wieder auftritt. – Eine Abhängigkeit entsteht jedoch nicht!